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Ratgeber

Vegane Gerichte im Hotel-Menue: Symbol oder Text?

Symbole oder Textzusätze? So kennzeichnen Hotel-Restaurants pflanzliche Gerichte übersichtlich auf der Speisekarte.

Im Hotel-Restaurant treffen unterschiedliche Gästegruppen aufeinander: Tagungsgäste mit engem Zeitplan, internationale Urlauber und externe Besucher zum Abendessen. Wer sich rein pflanzlich oder fleischlos ernährt, sucht in der Abendkarte gezielt nach passenden Speisen. Fehlt eine klare Kennzeichnung, muss das Serviceteam bei jeder Bestellung Fragen zu Brühen, Fetten oder Beilagen beantworten. Das kostet im Serviceablauf wertvolle Minuten.

Viele Betriebe stehen vor der Frage: Reicht ein kleines Blatt-Symbol hinter dem Namen des Gerichts, oder sollte der Hinweis im Text stehen? Für Hotelküchen gibt es klare Kriterien, welche Variante im Alltag verlässlich funktioniert.

Warum Symbole oft Verwirrung stiften

Grafische Zeichen wirken auf den ersten Blick platzsparend und modern. In der Praxis sorgen sie jedoch regelmäßig für Missverständnisse:

  • Unklare Bedeutung: Ein einzelnes grünes Blatt steht in manchen Häusern für vegetarisch, in anderen für vegan und gelegentlich nur für regionale Zutaten.
  • Schwer lesbare Legenden: Gäste müssen den Blick ständig zwischen Speise und Fußzeile hin- und herwandern lassen, um die Bedeutung von Zeichen wie „V“ und „VG“ zu prüfen.
  • Internationale Missverständnisse: Gäste aus anderen Sprachräumen deuten Buchstabenkürzel nicht immer treffsicher.

Wenn Gäste unsicher sind, fragen sie nach. Ist das Servicepersonal im Hotel während der Stoßzeiten stark eingespannt, führt das zu Verzögerungen bei der Aufnahme der Bestellungen.

Klare Textzusätze direkt am Gericht

Die einfachste Lösung für Einsteiger besteht darin, die Information ohne Umwege im Text unterzubringen. Das gelingt direkt in der Beschreibung oder als kleiner, kursiver Zusatz unter dem Gerichtsnamen.

Beispiele für die Speisekarte:

- Kürbis-Risotto mit gerösteten Kernen
*vegetarisch*
Cremiger Rundkornreis mit Muskatkürbis und Parmesan.

- Geschmorte Rote Bete mit Walnusskruste
*rein pflanzlich (vegan)*
Serviert mit herbstlichem Wurzelgemüse und Kräuteröl.

Durch diese Schreibweise erfassen Gäste die Information in derselben Sekunde, in der sie den Namen des Gerichts lesen. Niemand muss auf der Karte nach einer Fußnote suchen.

Eigene Rubrik oder Integration in die Hauptkarte?

Im Hotel stellt sich zudem die Frage, wo diese Gerichte auf der Karte stehen sollten. Hier gibt es zwei typische Ansätze:

ModellVorteileNachteile
Eigene Rubrik („Vegetarisch & Vegan“)Schneller Überblick für SuchendeWirkt auf Fleischesser oft wie ein Ausschlussbereich
Direkt bei den HauptgerichtenAlle Gäste betrachten das gesamte Angebot gleichwertigSuchende müssen die gesamte Karte durchgehen

Für die meisten Hotel-Restaurants empfiehlt sich die Integration direkt bei den Hauptgerichten, ergänzt durch die Textkennzeichnung. Gäste, die ihren Fleischkonsum reduzieren möchten, greifen so unbefangener zu pflanzlichen Optionen. Achten Sie dabei auch auf eine saubere Struktur der restlichen Angaben, wie Sie sie in unserem Leitfaden über Allergene auf der Speisekarte nachlesen können.

Die digitale Speisekarte richtig vorbereiten

Immer mehr Hotelgäste informieren sich bereits vor dem Check-in oder am Nachmittag über das gastronomische Angebot. Wer auf dem Zimmer sitzt, ruft die Karte gerne über das Smartphone auf. Eine gut strukturierte digitale Speisekarte verhindert, dass Rezeptionsmitarbeiter telefonisch nach den Menüoptionen für den Abend gefragt werden.

Pflegen Sie Ihre Karte digital, gelten dieselben Grundsätze:

  1. Verwenden Sie den Textzusatz konsequent im Untertitel jedes betreffenden Gerichts.
  2. Ergänzen Sie Zutatenhinweise präzise in der Beschreibung, etwa ob Saucen auf pflanzlicher Basis zubereitet sind.
  3. Verlinken Sie die aktuelle Abendkarte gut sichtbar, damit auch Tagungsgäste direkt darauf zugreifen können. Wie Sie den Einstiegsbereich dafür gestalten, zeigt der Ratgeber Kopfbereich der Restaurant-Website.

Wie BONTRIVO bei der Menüpflege unterstützt

Mit BONTRIVO verwalten Gastronomen und Hotelbetreiber ihre Online-Präsenz zentral an einem Ort. Dazu gehören die eigene Website, das Google-Unternehmensprofil sowie das interne Reservierungssystem.

Die Speisekarte wird direkt im System gepflegt und steht als PDF im eigenen Farbschema mit festem Link und QR-Code bereit. Allergene von A bis R sowie Zusatzstoffe lassen sich pro Gericht hinterlegen. Änderungen an Bezeichnungen und Kennzeichnungen sind ohne Programmieraufwand sofort sichtbar. Die Software kostet 29 € pro Monat bei jährlicher Zahlweise (Details finden Sie unter Preise).

## Häufige Fragen
### Sollte man für vegane Gerichte das Kürzel „VG“ verwenden?
Abkürzungen wie „VG“ für vegan und „V“ für vegetarisch werden von Gästen leicht verwechselt. Besser ist es, das Wort „vegan“ oder „pflanzlich“ direkt auszuschreiben.

Reicht es, pflanzliche Gerichte nur auf Nachfrage zu erklären?

Nein, denn viele Hotelgäste verzichten bei fehlenden Angaben auf einen Restaurantbesuch und weichen auf Angebote außerhalb des Hotels aus. Eine sichtbare Ausweisung schafft von Beginn an Klarheit.

Sollen Beilagenänderungen extra in der Karte vermerkt werden?

Ein kurzer Satz am Ende der Hauptgerichte, dass Beilagen auf Wunsch rein pflanzlich angepasst werden können, nimmt dem Servicepersonal Erklärungsaufwand ab. Vermeiden Sie jedoch zu lange Auswahllisten, um die Karte übersichtlich zu halten.

Wie oft sollte die Kennzeichnung überprüft werden?

Prüfen Sie die Zusätze bei jedem Saisonwechsel und jedem Kartenwechsel. Gerade bei neuen Saucen, Dressings oder Brühen ändern sich Rezepturen oft unbemerkt.

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