Worauf es bei der Wahl ankommt
Seit dem 1. Oktober 2026 laufen über Quandoo keine Reservierungen mehr. Wer jetzt ein neues System sucht, findet viele Anbieter – mit sehr unterschiedlichen Ansätzen. Vier Fragen helfen beim Sortieren:
Kostenmodell
Fester Monatspreis, Gebühr pro Gast oder Reservierung, kostenloser Einstieg mit Zusatzmodulen – oder ein individuelles Angebot?
Wo Gäste reservieren
Auf Ihrer eigenen Website, auf dem Portal des Anbieters oder auf beiden Wegen?
Funktionsumfang
Reicht ein Reservierungsbuch mit Tischplan, oder brauchen Sie Anbindungen an Kasse und Hotelsoftware?
Vertrag & Aufwand
Welche Laufzeit gilt, wie schnell sind Sie startklar und wer richtet das System ein?
Transparenzhinweis: BONTRIVO ist unser eigenes Produkt. Die Angaben zu den anderen Anbietern stammen von deren Websites (Stand: 13. Oktober 2026); zu OpenTable beschränken wir uns auf allgemein bekannte Angaben. Preise, Tarife und Funktionen können sich ändern – maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Anbieters. Alle genannten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern.
Die sechs Systeme im Überblick
| Anbieter | Herkunft | Kostenmodell | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|
| BONTRIVO | Hamburg, Deutschland | Fester Monatspreis von 29,00 €, keine Gebühr pro Gast oder Reservierung | Eigene Restaurant-Website mit Reservierung, Speisekarte und Google-Profil |
| resmio | Nürnberg, Deutschland | Kostenloser Tarif und zwei kostenpflichtige Tarife mit Monatspreis | Reservierungssystem mit Website-Baukasten |
| aleno | Schweiz | Individuelles Angebot nach Beratung | Reservierungs- und Gästemanagement für Hotels, Gruppen und anspruchsvolle Restaurants |
| OpenTable | USA | Beim Anbieter erfragen | Reservierungssoftware mit eigenem Gäste-Portal |
| TheFork Manager | Frankreich | Keine Preise auf der Startseite, Angebote beim Anbieter | Reservierungs-App mit Gäste-Portal und Buchung über Partner |
| resOS | Kopenhagen, Dänemark | Kostenloser Tarif und drei Tarife nach Buchungsvolumen | Reservierungssystem mit kostenpflichtigen Zusatzmodulen |
BONTRIVO
BONTRIVO kommt aus Hamburg und verbindet die eigene Restaurant-Website mit dem Reservierungssystem. Gäste reservieren direkt auf Ihrer Seite. Sie sehen alle Anfragen in einem Reservierungsbuch mit Tagesansicht, bestätigen automatisch oder manuell und legen im Tischplan Bereiche und Tische an.
- Kostenmodell: 29,00 € pro Monat (jährliche Zahlweise — 348,00 € / Jahr, im Voraus fällig) für Website, Reservierung, Vorbestellung und Hosting. Keine Gebühr pro Gast oder Reservierung.
- Dazu gehören: Online-Speisekarte (auch als PDF), Pflege des Google-Unternehmensprofils aus der App, Reservierungslinks und QR-Code sowie ein Profil auf DinnerSpots.de.
- Passt gut, wenn Sie Reservierungen über Ihre eigene Website annehmen und Website, Speisekarte und Reservierung aus einer Hand möchten.
- Weniger passend, wenn Sie eine Anbindung an Kasse oder Hotelsoftware, Anzahlungen bei der Reservierung oder ein großes internationales Gäste-Portal brauchen – das bietet BONTRIVO nicht.
Mehr dazu auf der Seite Reservierungssystem.
resmio
resmio ist ein Reservierungssystem der resmio GmbH aus Nürnberg. Neben der Online-Reservierung bietet resmio unter anderem einen Website-Baukasten. Einen Tischplan gibt es laut Preisübersicht ab dem Tarif „Premium“, Anzahlungen als Zusatzmodul.
- Kostenmodell laut Anbieter: ein kostenloser Tarif „Basic“ sowie die kostenpflichtigen Tarife „Premium“ und „Ultimate“ mit monatlichem Preis. Auf Reservierungen erhebt resmio nach eigenen Angaben keine Gebühren; für Bestellungen, Tickets und Gutscheine fällt eine Provision an. Für die kostenpflichtigen Tarife nennt resmio eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten.
- Interessant für Betriebe, die mit einem kostenlosen Tarif starten und Funktionen später dazubuchen möchten.
aleno
aleno wird in der Schweiz entwickelt und richtet sich nach eigenen Angaben an Hotels, Restaurantgruppen und anspruchsvolle Restaurants. Im Mittelpunkt stehen Gästeprofile und Auslastung: eine automatische Tischzuweisung mit KI, Anbindungen an Kassen- und Hotelsysteme, Auswertungen und Funktionen gegen No-Shows.
- Kostenmodell laut Anbieter: keine festen Pakete. Das Angebot wird nach einem Beratungsgespräch individuell erstellt.
- Interessant für größere Betriebe und Gruppen, die Reservierung, Gästedaten und Kassen- oder Hotelsoftware verbinden möchten.
OpenTable
OpenTable ist ein Anbieter aus den USA und gehört zu Booking Holdings. Das System verbindet eine Reservierungssoftware für Restaurants mit einem eigenen Portal, auf dem Gäste nach Restaurants suchen und reservieren.
- Kostenmodell: Die aktuellen Tarife und Gebühren für Deutschland und Österreich erfragen Sie am besten direkt bei OpenTable.
- Interessant für Betriebe, die zusätzlich über ein internationales Gäste-Portal gefunden werden möchten – zum Beispiel in Lagen mit vielen Reisenden.
TheFork Manager
TheFork Manager bezeichnet sich selbst als „Europas führende Reservierungs-App für die Gastronomie“. Die Software umfasst nach Angaben des Anbieters Reservierungen, Tischmanagement, eine Gästedatenbank, ein Bewertungs-Tool und Marketing-Funktionen. Buchungen sind unter anderem über Google, Tripadvisor, MICHELIN und Meta möglich; dazu kommt das Gäste-Portal TheFork.
- Kostenmodell: Auf der Startseite nennt TheFork Manager keine Preise, sondern verweist auf seine Angebote.
- Interessant für Betriebe, die Reichweite über ein Gäste-Portal und dessen Partner suchen. Prüfen Sie vorab, wie stark das Portal in Ihrer Stadt genutzt wird.
resOS
resOS kommt aus Kopenhagen und besteht seit 2018. Die Tarife sind nach der Zahl der Buchungen im Monat gestaffelt.
- Kostenmodell laut Anbieter: ein kostenloser Tarif mit bis zu 25 Buchungen im Monat, darüber die Tarife „Basic“, „Plus“ und „Unlimited“. resOS wirbt damit, keine Provision und keine Gebühr pro Gast zu berechnen. Zusatzmodule wie „Reserve with Google“, Anzahlungen, SMS oder eine Warteliste kosten extra.
- Interessant für Betriebe mit wenigen Online-Reservierungen, die bereits eine Website haben und vor allem ein Reservierungssystem suchen.
So finden Sie das passende System
- Kosten durchrechnen. Was zahlen Sie bei 100, 300 und 600 Online-Gästen im Monat – einschließlich Zusatzmodulen und Einrichtung?
- Reservierungsweg festlegen. Sollen Gäste auf Ihrer eigenen Website reservieren, auf einem Portal oder auf beiden Wegen?
- Vertrag prüfen. Welche Laufzeit und Kündigungsfrist gelten, und können Sie Ihre Daten exportieren?
- Zeigen lassen. Vereinbaren Sie eine Demo und spielen Sie einen typischen Abend durch.
Wie sich Festpreis und Gebühren pro Gast auswirken, zeigt das Rechenbeispiel im Ratgeber Reservierungssystem ohne Provision. Wie ein Reservierungssystem im Alltag aussieht, lesen Sie auf unseren Seiten für Hamburg, Berlin, Wien und weitere Städte.